Category Archive: Rosenerlebnisse

Die Bahn… ihre Kunden und ich

nufnufnuf Die Bahn... ihre Kunden und ichOft werde ich gefragt, wie und was die Anrufer denn so fragen, die sich bei uns melden, hier nun endlich die versprochene Zusammenfassung:

die Wütenden:
sie rufen an und wettern einfach drauf los. Unterstellen teilweise, daß ich ihnen Informationen vorenthalte, damit sie gezwungen sind, die kostenpflichtige Hotline der Bahn anzurufen. Doch, was hätte ich davon? Sobald bei uns niemand mehr anruft, bin ich evtl. meinen Job los. Argumente zählen für sie nicht. Manchmal habe ich den Eindruck, sie sind einfach nur glücklich, daß sie jemanden haben, an dem sie ihren alltäglichen Frust ablassen können – und das auch noch zum Nulltarif.

die Enttäuschten:
meistens nachvollziehbar beschweren sie sich über Zugverspätungen oder -ausfälle. Oft fällt ihnen im Laufe des Gesprächs ein, daß ich als Person dafür nichts kann und leider auch nicht in der Lage bin, die Situation zu ändern. Anscheinend bring ich aber rüber, daß es mir wirklich leid tut, denn zum Ende des Gespräches sind sie zwar immer noch enttäuscht, aber konnten ihren ersten Frust los werden und wissen – meist – wenigstens, wie sie voran kommen.

die Frauen:
erstaunlicherweise rufen die meisten weiblichen Kunden ab 20:00 Uhr an. Wir haben die Vermutung aufgestellt, daß dann die Kinder im Bett sind und sie endlich Zeit haben, sich anderen Dingen zuzuwenden. Diese Zeit ist toll für mich: die Frauen sind ruhig und gelassen, wissen, was sie fragen wollen und bleiben sachlich. Diese Gespräche enden meist mit einem netten “Einen Guten Abend wünsch Ihnen noch!” (also auch von Seiten der Kundinnen und nicht wie viele, die einfach auflegen, als wäre man nur eine Maschine).

die sexuell Notleidenden:
denn eine andere Bezeichnung fällt mir nicht ein. Sie erregen sich daran, daß ihnen eine Frau – egal wie sie aussieht, wie alt oder jung sie ist – irgend etwas sagt. Meist erfragen sie Zugverbindungen, bei denen mehrere Umstiege notwendig sind und das genügt ihnen schon, um sich dermaßen aufzuheizen, daß nach einer Weile eindeutiges Gestöhne und Geräusche zu hören sind. Leider blockieren sie damit die Leitungen und Kunden, die wirklich dringend von uns Hilfe benötigen, hängen dadurch in der Warteschleife. Solche Anrufe versuche ich mit einem kurzen: “Danke für Ihren Anruf!” zu beenden. Und dann ärgere ich mich meistens über den Ablauf des Gespräches. Irgendwie kommen die auch sehr nett rüber und man merkt es gar nicht, warauf es eigentlich hinaus läuft. Naja – zum Glück sind diese Anrufe selten.

die Dankbaren:
hatte ich jetzt schon öfter am Telefon. Wenn dann zum Ende des Gespräches ein “Vielen Dank. Endlich mal jemand, der mir eine kompetente Auskunft geben konnte!” ertönt, ist das wie Balsam für meine Seele und ich weiß endlich wieder, warum der Job eigentlich Spaß macht.

die Aufleger:
sind diese Kunden, die zwar die Bandansage durchlaufen lassen, doch sobald ich mich melde, legen sie auf. Na super… Klinge ich so schrecklich, wenn ich mich melde? *grübel*
Gestern war allerdings mal ein Kunde dabei, der sich lachend entschuldigte und mir erklärte, daß er verpaßt hätte, aufzulegen. Wir wünschten uns noch einen guten Abend und gut war. Das fand ich echt mal erfrischend.

die Spinner:
seit ein paar Tagen haben wir eine Gruppe Jugendlicher (also mind. 2), die ihre Nachmittage damit verbringen, uns anzurufen und alle möglichen Sprüche abzulassen. Das geht von netten bis zu beleidigenden Aussagen. Mittlerweile kennen sie unsere Namen, wie wir so “drauf” sind und reagieren dementsprechend. Meist werden sie mit einem kurzen Spruch abgewürgt. Was ihnen das bringt verstehen wir allerdings nicht…

die Außergewöhnlichen:
Da möchte ich eigentlich nur ein Beispiel – das für mich Bedeutsamste – anbringen. Nachdem ich meinen Text aufsagte, erwiederte der Anrufer mit blechernder Stimme: “Sei gegrüßt – Erdenmensch!” *schluck* Was sagt man darauf? *lach* Vielleicht ist es ja wirklich ein Außerirdischer am anderen Ende. Weiß man das so genau? Oder es ist ein Mensch, der sich dafür hält und den ich mit einem Lachanfall zu Tode betrüben würde. Jedenfalls erwiderte ich: “Ich grüße Dich auch, fremdes Alien! Leider habe ich im Moment keine Zeit für Dich und beende das Gespräch.” Schade eigentlich, vielleicht hatte es ja eine wichtige Botschaft?

 Die Bahn... ihre Kunden und ich

So, das solls gewesen sein. Ich muß los… meine Arbeit wartet… bin schon gespannt, was heute so los sein wird…

Laßt es Euch gut gehen! Bis die Tage *knuddel*

Tage gibt es…

…die streicht man lieber aus der persönlichen Liste…

Angefangen damit, daß mein I-Net heute ab 9:00 Uhr ausfiel und sich auch nicht überreden ließ, wieder aktiv zu werden… zumindest an meinem PC *grummel*

Also… alles probieren: Router resetten, Kabel ziehen, Kabel austauschen etc – NIX…

Zum Glück kam mein Schatz auf die Idee, die Sachlage doch mal an Krümel´s PC zu testen. Ich wollt nämlich schon den Router in die Ecke feuern…
Naja – dieser Rechner kam ohne Probleme ins www…

Woran lag´s?
Mein PC hat gestern von mir eine feste IP zugewiesen bekommen – und die hat ihm nicht mehr gepaßt… Umstellung auf automatisch zuweisen und die Sache lief wieder…
Hätte er auch Stunden früher sagen können *grummel*

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137211 Zahn Tage gibt es...Der Tag hätte echt nett werden können, wenn da nicht ein Besuch bei meinem Zahnarzt auf dem Programm gestanden hätte…

Nach kurzer Untersuchung beschloß Frau Doktor, daß ich einen meiner Lieblingsstücke opfern müsse und sie ihn mir gleich und sofort ziehen wolle…

“Klasse!” “Toll!”
Wenn ich das geahnt hätte – sicher wäre ich nicht zu ihr gegangen *zwinker*

Sie meinte noch vorab – um mich zu beruhigen – daß es bestimmt nicht schlimm wird und daß mir eine Not-OP sicher ersparrt bleibt…

Also… wenn Deine Zahnärztin beim Zahn ziehen die Angst in den Augen und die Schweißperlen auf der Stirn hat – sind das keine guten Zeichen!

Doch – sie ist super und hat das Ding nach einer Ewigkeit – ohne Vollnarkose – gezogen bekommen. Allerdings meinte sie: “War knapp!” *Stirn abwisch*

Dementsprechend beschissen gehts mir jedoch gerade und meine Familie muß sich mein Gejammer ahören. Nicht einmal verwöhnen lassen kann ich mich – Stephan ist im Moment wieder in Regensburg – blöööööööd…

Hoffentlich bin ich Samstag früh wieder fit – da beginnt meine nächste Telefonschicht bei der Bahn…

Ach ja: die Zahnärztin hat auf dem – vorab gemachten – Röntgenbild entdeckt, daß ich noch ein Stück Restzahn im Kiefer zu “wohnen” habe… wie wurnderbar! Das Ding kann ein Leben lang ruhig sein, sich aber auch jederzeit entzünden – dann muß es raus operiert werden (da ist schon wieder das böse Wort ;-) )…

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Skype…

Seit der letzten Neuinstallation meines Rechners – und damit auch Skype´s, fraß dieses ungehindert Ressourcen ohne Ende. Ein anderes Programm starten, wenn Skype lief? Undenkbar…

Zu meinem Glück fand mein Schatz in einem Forum die passende Erklärung:
komplette Deinstallation und dann Neuinstall – gleich im ersten Bildschirm unter “Optionen” einiges ausschalten und ab die Post…

Dadurch kommt Ihr gerade in den zweifelhaften Genuß, diesen Blog zu lesen…

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Bis bald!

Schlaft gut! Und raucht eine für mich mit – ich darf nämlich noch nicht… außerdem tut es mächtig böse weh :-(


Die Bahn und ich…

nufnufnuf Die Bahn und ich...Guten Morgen Euch Allen!

Hm… etwas über meine Arbeit bei der Hotline der Deutschen Bahn zu erzählen ist gar nicht so einfach…

Grundsätzlich: es macht total Spaß!
Die Kollegen sind nett, und langsam seh ich auch bei dem ganzen Pausen-Buchungssystem durch ;-)

Die Kunden sind erstaunlich gut vorinformiert, fragen nur noch einmal nach und größten Teils verstehen sie, daß wir an der Hotline ja nichts für die Ausfälle können. Natürlich gibt es Ausnahmen. Und ab und zu haben wir schon Menschen, die sich einfach nur mal über die schlechten Verbindungen auslassen möchten. Wir hören uns das schon an, doch natürlich ist unser Hauptanliegen, den Kunden mit Auskünften zu helfen, bzw. es wenigstens zu versuchen.

Es gibt Fälle, die gehen einem richtig an die Nieren:
Wenn eine Kundin ihre Oma vermißt und auch wir nicht herausbekommen können, wo diese ist, weil kurzfristig Streckenspeerrungen vorliegen und Ersatzbusse eingesetzt wurden…

Wenn eine hochschwangere Frau mit einem Ersatz-IC fahren muß und ich ihr dafür keine Sitzplätze anbieten kann…

Wenn ein Kunde nur am Wochenende nach Hause zu seiner Familie kann und die Verbindung aufgrund der Ausfälle jedoch so lange braucht, daß er sich die Fahrten sparen kann, da er zu lange unterwegs ist…

Toll sind dann Anrufe, bei denen man hört, wie nett man doch war und daß man helfen konnte – nur mit einer kleinen Auskunft…

Das “Interessanteste” war ein Herr, der mich fragte, ob ich mich schon einmal beworben hätte, um Gute-Nacht-Geschichten vorzulesen. Er meinte, ich hätte die Stimme dazu *rot werd*

Nicht so toll ist, daß die Schichten jeden Tag anders sind – ne ganz schöne Umstellung: 3 Tage 14:00/16:00 – 22:00 Uhr, dann frei und dann wieder so… aber ich pack das schon!

So… machts gut… bis die Tage! *knuddel*

Wie geil ist das denn?

nufnufnuf Wie geil ist das denn?Eigentlich ist das ja wieder einmal ein “Bahn-Blog”.
Doch – ACHTUNG (!) – Obwohl Ihr da ja meist negative Dinge von mir zu lesen bekommt, heute mal ein “HOCH” auf die Bahn!

Warum? *grins*

Samstag – Post vom Arbeitsamt im Briefkasten…
Montag – Vorstellungsgespräch…
Dienstag – Vertrag unterschrieben…
Mittwoch und Donnerstag – Schulung…
morgen – Training on the Job…
Samstag – Dienst…

Ich und mal bei der Bahn arbeiten… *hüst*

Doch: Ich bin happy und dankbar für diese Chance!

Ab sofort werde ich mich bemühen, den Kunden zu helfen, die Probleme haben, wegen der ICE-Ausfälle! Ich freu mich darauf und hoffe sehr, daß die Kunden ein Einsehen haben, daß ich ja nichts für die Ausfälle kann, sondern versuchen will, die nächst beste Verbindung für Sie zu finden…

So schnell kann es manchmal gehen… Klar ist da auch eine Angst in mir – schließlich sind die Kunden ganz anders, als die, mit denen ich bisher zu tun hatte… schaun wir mal…

Ohne die Unterstützung von meinem Schatz – der übrigens seit Sonntag bei uns ist *strahl* – hätt ich den Sprung evtl. nicht gewagt… *dicken Danke-Kuss*

Das wars für heute… ich muß ins Bett – also nach CSI ;-)

Schlaft gut *wink*

Willkür der Behörden oder doch nur eigene Dummheit?

Gestern war es endlich so weit: Mein Termin beim Arbeitsamt für meine Leistungsberechnung stand an.

Vorab sei erklärt, daß ich mich bereits am 28.08. arbeitslos gemeldet habe, die Kollegin beim Amt von einer eigenen Kündigung wußte und mir auf mein Nachfragen erklärte, dieser späte Termin (fast 2 Monate später) genügte, da das Arbeitsamt ja rückwirkend zum Monatsende zahle.

Ich also zur vereinbarten Uhrzeit mit tausenden Unterlagen zum Amt.

Hm… eine kleine Ewigkeit und ein Gespräch mit der Teamleiterin später, stand fest: ich bekomme die Sperre über 3 Monate.
Eigentlich hab ich ja damit gerechnet – also nicht wirklich ein Grund, sich zu ärgern.

Im Gegenteil: auf zum JobCenter, denn ich weiß, man hat die Möglichkeit, ALG II zu beantragen, daß man dann minus 30 % erhält. Bedeutet: es reicht grad so zum Überleben (doch, schließlich besser als nichts).

Erstaunlich schnell wurde dort gearbeitet und bald saß ich der zuständigen Dame gegenüber. Sie begann auch sofort meine Daten etc. in ihren PC einzugeben (hatte ich mir vorab schon mal zu Haus runter geladen und ausgefüllt).

Doch dann ging der Teil los, der mich innerlich ziemlich zum Kochen brachte: in meinem großen, vollen Hefter waren nicht alle Unterlagen drin, die erforderlich waren. Dabei hatte ich mich so bemüht, alles zu organisieren, was im Internet aufgeführt war, warum nutzen die den Platz nicht und führen alles auf? *grübel*… Eigentlich hätte sie den Antrag so nicht bearbeiten können. Die Frau hatte jedoch ein Einsehen und gab meinem Antrag den nötigen Eingangsstempel. Nun werd ich schnellstmöglich noch einige Dinge besorgen und dann geht das seinen Gang – dachte ich…

In meinem Kopf formte sich eine Frage: “Ab wann ist dann mit der Leistung zu rechnen?”
Hätte ich nur nicht gefragt – obwohl, dann wäre der Schreck später gekommen:

1. dauert die Berechnung bis zu 4 Wochen (obwohl mir das heftig lang erscheint – aber, dann leben meine Tochter und ich halt von Luft bis dahin und meine Vermieterin findet das sicher auch Spitze, wenn die Miete nen Monat später kommt)

2. zahlt das JobCenter nicht rückwirkend (wie das Arbeitsamt) sondern erst ab Tag der Antragsabgabe (was bedeutet: wir bekommen erst ab 20.10. Geld – also für 19 Tage 0 EUR, da ab 01.10. arbeitslos)

Ziemlich verdattert habe ich die Dame angeschaut. Wie bitte soll das gehen? Schließlich hatte ich nur die Aussage vom Arbeitsamt, daß der 20.10. reicht als Tag der Berechnung.
Nun ja, die Mitarbeiterin war erstaunt, daß nirgends (also auch auf meiner Einladung vom Amt) ein Hinweis stand, daß ich bei Sperrung zum JobCenter vorab gehen solle. Auch mündlich war da Null die Rede von :-(
Doch: sie meinte, ich solle dann gegen den Bescheid vom JobCenter Widerspruch einlegen und die Sachlage erklären.

Boah – nun hoffe ich sehr, daß das funzt und das JobCenter mir da entgegenkommt, denn sonst… 

Ich weiß: Unwissenheit schützt nicht vor Strafe und entsprechend ärgere ich mich über mich selbst…

Und doch: nur ein winziger Hinweis vom Arbeitsamt…