Archiv für die Kategorie „Privates“
Krank sein ist doof
Auch, wenn man nicht selbst betroffen ist. Ich zumindest leide mit meinen Lieben immer mit.
Heut hat es Stephan erwischt.
Mit Müh und Not hab ich ihn gerade ins Bett schicken können. Da mein Wecker um 3:30 Uhr zur Frühschicht ruft, hat er versucht, sich zu weigern. Aber ich hab gewonnen – woran man schon sieht, daß es ihm nicht so gut geht
Nunja. Dann werd ich warten, bis unser Kind müde ist und auch dieses ins Bett verfrachten. Was steht dann noch an? Achja, ne Runde mit dem Hund. Hört sich gar nicht SO schlimm an… Außerdem kann ich ja morgen nachmittag den Schlaf vielleicht nachholen?!
Jetzt hoff und bang ich nur, daß es Stephan nicht so schlimm erwischt hat…
*Danke fürs Zuhören*
Namensänderung
So – es ist vollbracht – ich habe meinen Mädchennamen nach der Scheidung wieder angenommen!!!
Da ich die Tage oft gefragt wurde, was denn “so etwas” kostet – hier eine kurze Aufstellung:
Standesamt (bei dem das Familienbuch geführt wird, bzw. das der Eheschließung)
Urkunde + Bestätigung = 8,00 EUR + 17,00 EUR
Einwohnermeldeamt:
neuer Ausweis + neue Passbilder = 8,00 EUR + 7,00 EUR
vorläufiger Ausweis = 14,00 EUR
Also alles im Rahmen!
Aufwändiger – und auch dort entstehen nochmal Kosten – Kopien, Briefumschläge und Porto, um bei diversesten Stellen die Namensänderung zu melden. Einige Stellen lassen sich leicht online abklappern, aber viele benötigen die Bestätigung, die Urkunde oder sogar noch eine Kopie vom Ausweis als Bestätigung!
Am Besten vorab schon eine Liste erstellen – diese ständig vervollständigen und dann abhaken. Sonst verliert man viel zu leicht den Überblick!
Silvester – mal anders
Noch ca. eine halbe Stunde… dann geht für mich die letzte Nacht des Jahres ganz besonders los: ich werde mich dann auf den Weg zur Arbeit machen!
Eigentlich nicht so schlimm. Dachte ich im Vorfeld. Silvester auf einem S-Bahnhof – das wird schon. Kein Problem…
Wenn da nicht heute früh – während meiner Nachtschicht – so ein Idiot seine Aggressionen an “meinem” Aufsichtshäuschen ausgelassen hätte. Der Schreck steckt mir immer noch in den Gliedern. Ich hätte nicht gedacht, daß das – ziemlich dick aussehende – Glas der Tür so einfach anzuschlagen ist.
Das ganze Programm – nach 9 Stunden Streß und Nachtschicht – Schreck, Angst, Polizei, Verzögerungen im Betrieb etc.
So ein Dussel. Er hat in seinem Rausch nicht einmal mitbekommen, was er angestellt hat.
Bin ja gespannt, wie die Fahrgäste heute so “drauf sind”. Bis ca. 3 Uhr ist eine ziemlich dichte Zugfolge geplant (was bei dem Fahrgastaufkommen auch mehr als wichtig ist). Danach wird es (von den Zügen her) etwas ruhiger. Erschwert (und damit ober stressig) wird diese Zeit nur, sollten wir irgendwelche Systemprobleme bekommen.
Ungünstig (für mich) nur, daß ich ziemlichen Schiß (manche nennen es Respekt) vor den Knallern habe. Ist schon immer so. Keine Ahnung, warum. Steckt so in mir drin. Eigentlich verkrieche ich mich lieber zum Jahreswechsel in meine Höhle und schau mir alles aus sicherer Entfernung an!
Naja, nützt ja nichts. Irgendwie wirds schon werden. Meine Alpträume vom Mittagsschlaf muß ich halt bei Seite schieben…

Ich wünsche Euch allen einen super guten Start ins Neue Jahr!
Paßt auf Euch auf und verletzt Euch und niemand anderes beim Begrüßen von 2010!
Scheidung und was da so dazwischen kommen kann
11.12.2009, 9:00 Uhr Termin im Amtsgericht, Saal XX – so stand es in dem Schreiben zu meinem Scheidungstermin. Mit meinem Anwalt war ich 10 Minuten vor Beginn direkt vor dem Saal verabredet. Da ich Pünktlichkeit liebe, stand ich also ab 8:45 Uhr parat und wartete… und wartete… auf meinen zukünftigen Ex, auf meinen Anwalt und auf das, was da kommen mag…
Mein geplanter Ex-Mann erschien als Erster (mit neuer Flamme). Wir wechselten ein paar Worte und… warteten…
Am Saal wurde ein Aushang angebracht auf dem die anstehenden Termin zu lesen waren. Wir um 9:00 Uhr als erstes. Dann sollte es im 15-Minuten-Takt weitergehen… Es wurde 9 Uhr – und wir warteten… mittlerweile auf meinen Anwalt und die Richterin…
Naja, Zeit hat so eine eigenartige Angewohnheit: sie vergeht! Es wurde 9:05 und auch noch 9:10 Uhr – niemand erschien. Ohne den Aushang hätten wir sicher daran gezweifelt, überhaupt richtig zu sein!
9:15 Uhr kam eine Richterin geeilt, die die Anwesenden für den 9:15 Uhr Termin aufrief… Ähm… fehlte da nicht etwas? Mein Termin um 9:00 Uhr!
Die Richterin hatte Erbarmen und meinte, daß mein Anwalt sie informiert hätte, daß es bei ihm später werden würde. Na – toller Start. Hauptsache, er kam überhaupt – irgendwann!
Schon eigenartig – da so auf die eigene Scheidung zu warten. Aber mein aktueller Roman hat mir die Zeit ja versüßt
————————————————————-
Endlich – gegen 9:20 Uhr stürmte mein Anwalt auf mich zu und entschuldigte sich überschwänglich. War mir egal – Hauptsache, es ging los! Doch… er erklärte, daß da noch einige Dinge zu klären waren! Hörte sich gar nicht gut an – war es auch nicht! Dabei wollt ich doch “nur” geschieden werden!
Erstes Thema: Versorgungsausgleich
Wir hatten uns geeinigt, darauf zu verzichten, da die Summe sehr gering ausfallen würde. Nun die schlechte Nachricht: da mein Mann sich nicht anwaltlich vertreten ließ, gab es diese Option gar nicht! Bedeutet: Papierkram ohne Ende! Mist
Zweites Thema: die rechtsgültige Scheidung
Irgendwie bin ich zu diesem Termin in der Absicht gefahren, mich sofort und auf der Stelle und komplett von meinem Mann zu trennen und die Scheidung sollte das sozusagen besiegeln! Aber nööööö – warum auch! Wieder: da mein zukünftiger Ex keinen Anwalt hatte… Geht nicht sofort! Das Gericht nimmt unsere Scheidungsabsicht auf, sendet uns ein entsprechendes Schreiben – irgendwann innerhalb 14 Tagen – zu und dann haben wir noch 1 Monat (!) um es uns anders zu überlegen und Einspruch einzulegen! Ich will nicht
So der Stand gegen 9:30 Uhr als wir den Sitzungssaal betraten. Die Richterin war super gut gelaunt. Sie hatte durch die Verspätung des Anwalts einiges aufarbeiten können!
————————————————————-
Die Richterin überprüfte unsere Personalien und checkte, ob wir auch wüßten, worum es geht (ähm… JAAA – scheid uns endlich!). Dann erklärte auch sie noch einmal die bereits angesprochenen Probleme. Und gab meinem Noch-Mann den Tipp vor dem Saal doch nach einem Anwalt Ausschau zu halten. Manchmal machen die das (wenn die Lage zu eindeutig ist) für wenig(er) Honorar! Er also mit meinem Anwalt vor die Tür. Ich saß drinnen und drückte die Daumen wie verrückt…

Und wirklich! Nach wenigen Minuten hatten sie eine Anwältin gefunden, die meinem Bald-Ex-Mann Beistand geben wollte!
Also – noch einmal alles von vorn… bla und blie und blubb…
Dann – alles erheben (blödes Gefühl – hoffentlich hat das keiner gesehn). Dann endlich: “… im Namen des Volkes… erkläre ich… die Ehe zwischen… blieblablub… für geschieden!” Setzen…
Und gaaaaanz tief einatmen… Dann… die alles entscheidenden Worte: “… und dank der Anwesenheit der Anwältin… ist Ihre Ehe mit heutigem Tag rechtkräftig geschieden!”
Boah… ausatmen (beinahe vergessen)!
————————————————————-
Geschafft! Also fast – das amtliche Schreiben von meinem Anwalt fehlt noch. Aber (mündlich sozusagen) am 11.12.2009 wurde ich geschieden!
————————————————————-
Frisch geschieden – jetzt könnte ich zum Standesamt und meinen Namen wieder ändern. Diese Option ziehe ich durchaus in Erwägung. Den Familiennamen anzunehmen von dem Mann, den man heiratet gehört dazu – zu dem Gesamtpaket bei der Hochzeit. Genau wie der Ring am Finger. Und da dieses Paket nicht mehr existiert – muß der Namen auch wieder weg!
Ich weiß – da hängen Kosten und Rennereien etc. dran… Und trotzdem: im neuen Jahr werde ich auch diesen Schritt noch gehen!

Unser Kind ist krank
Erkältet… oder so…. Husten und total schlapp…
Jedenfalls ist sie krank geschrieben und ich konnte meine Nachtschichten in den Wind schießen. Naja, dann halt nächste Woche wieder. Sie braucht mich jetzt und das geht auf jeden Fall vor! Kann mich ja schließlich nicht am Tage hinlegen zum schlafen und sie muß sehen, wie sie klar kommt!

