Archiv für die Kategorie „Erlebnisse einer jungen Jägerin“
Erlebnisse Einer Jungen Jägerin (7)
Neviâthin verbarg ihre aufsteigende Belustigung und legte eine gewisse Ernsthaftigkeit in ihre Stimme, bevor sie improvisierend erwiderte: „Du scheinst eine kluge, junge Frau zu sein, da Du richtig erkannt hast, daß ich eine Jägerin bin, die sich auf dem Weg zum Turnier befindet. Meinen Begleiter werde ich zur rechten Stunde wieder an meiner Seite haben. Da mir diese Gegend unbekannt ist, würde ich gerne Dein freundliches Angebot annehmen und bitte Dich, mir die angepriesene Wasserstelle zu zeigen. Danach werden wir etwas Essbares besorgen, uns zusammen setzen und reden.” Die Fragen zu ihrer eigenen Person ließ sie unbeantwortet, da die Erfahrung ihr gelehrt hatte, daß Zurückhaltung manchmal der bessere Weg war.
Erlebnisse einer jungen Jägerin (06)
Ein leises, weiches Lachen drang an Neviâthiens Ohr, das sie aus einem unruhigen, traumlosen Schlaf riss. Verwirrt öffneten sich ihre Lider und sahen direkt in zwei große Augen, in denen der Schalk anscheinend zu Hause war. Mit geübten Blick begann sie, die noch immer lachende, Person vor sich zu betrachten.
Erlebnisse einer jungen Jägerin (05)
Ihr prüfender Blick konnte die Dunkelheit kaum durchdringen.
Nur schemenhaft erkannte sie die um sie stehenden Bäume. Ihre Stämme waren so riesig, daß Neviâthien sie nicht mit ihren beiden Armen umfassen würde können. Die Höhe war nicht einzuschätzen, da die Wipfel weit in den dunklen Nachthimmel ragten und nur selten fanden ihre Augen die Möglichkeit, einen Stern am Himmel zu erkennen. Prüfend ließ sie ihre freie Hand über einen der Stämme gleiten. Weich, zart und fast wie Haut fühlte sich die Oberfläche an, stellenweise hatte sie das Gefühl, etwas würde sich unter ihren Fingern bewegen. Mit leichtem Kraftaufwand gelang es ihr sogar, die Fingerkuppen etwas nach innen zu drücken. So etwas hatte sie nie zuvor gespürt.
Erlebnisse einer jungen Jägerin (04)
Neviâthien hielt vor Spannung den Atem an, bis sich ihr Körper die nötige Luft durch ein lautes Einatmen selbst zu holen schien. Ihre Brust hob und senkte sich vor Aufregung, eine Gänsehaut, die begleitet wurde von einem heißen Kribbeln, machte sich auf ihrer Haut bemerkbar.
Erlebnisse einer jungen Jägerin (03)
Leicht und schnell erhob er sich in die Lüfte, entgegen den noch unbekannten Abenteuern, die sie erwarteten. Sie spüre die Anspannung des Tieres unter sich genauso intensiv, wie ihre eigene. Kurz zog sie ihre Hand zurück um dem Vogel zu bedeuten, einen Richtungswechsel vorzunehmen, dann ließ sie die Hände in ihren Schoß gleiten, lehnte sich leicht in das dichte Federkleid zurück und überließ sich gerne dem Zufall und dem Gespür des Greifen.