Category Archive: Geschichten

Weltentor – Der Schreibwettbewerb für Jeden vom NOEL-Verlag

Schreibwettbewerb WeltentorDer Noel-Verlag sucht zur Zeit neue und alte Schreibtalente und hat dazu einen Wettbewerb mit dem Titel Weltentor gestartet.

Einzureichen sind Manuskripte mit einer Größe von max. 30.000 Zeichen inkl. Leerzeichen,

Einsendeschluß ist der 30. Juni 2010.


Wer also eine Kurzgeschichte zu den Themen

1. Thema – Fantasy

2. Thema – Mystery oder

3. Thema – Science Fiction

im Kopf, in der Schublade oder als Datei hat, reicht sie ein!

Aus den besten 30 Geschichten wird dann jeweils ein Buch je Thema entstehen, die dann im kommenden Jahr auf der Leipziger Buchmesse präsentiert werden.

Ach ja: je Thema darf nur eine Geschichte eingereicht werden!

Hab ich noch etwas vergessen? *am Kopf kratz*

Jep:
Wer nicht selbst schreiben mag/kann/will und diesen Wettbewerb trotzdem unterstützen möchten (und evtl. etwas gewinnen), sollte die Informationen über die Ausschreibung auf seiner Homepage, einem öffentlichen Blog oder in einem Forum von sich aus posten und kann damit an einem Zusatzwettbewerb teilnehmen.

Dazu muss einfach der Link zu dem jeweiligen Post an info@noel-verlag.de gesendet werden. Gewonnen werden kann 5 x ein 20 € Gutschein für den Online-Shop des Noel-Verlags.

Alle Weiteren Infos zu dem Wettbewerb gibt es unter www.weltentor-1.net.

Der störrische Esel und die süsse Distel der Heil’gen Nacht

Weihnachtsbaum 2009 Als der heilige Josef im Traum erfuhr, dass er mit seiner Familie vor der Bosheit des Herodes fliehen müsse, weckte der Engel in dieser bösen Stunde auch den Esel im Stall.

„Steh auf!“ sagte er von oben herab, „du darfst die Jungfrau Maria mit dem Herrn nach Ägypten tragen.“

Dem Esel gefiel das gar nicht. Er war kein sehr frommer Esel, sondern eher ein wenig störrisch von Gemüt. „Kannst du das nicht selber besorgen?“ fragte er verdross. „Du hast doch Flügel, und ich muss alles auf dem Buckel schleppen! Warum denn gleich nach Ägypten, so himmelweit!“

„Sicher ist sicher!“ sagte der Engel; und das war einer von den Sprüchen, die selbst einem Esel einleuchten müssen.

Als er nun aus dem Stall trottete und zu sehen bekam, welch eine Fracht der heilige Josef für ihn zusammengetragen hatte, das Bettzeug für die Wöchnerin und einen Pack Windeln für das Kind, das Kistchen mit dem Gold der Könige und zwei Säcke mit Weihrauch und Myrrhe, einen Laib Käse und eine Stange Rauchfleisch von den Hirten, den Wasserschlauch, und schliesslich Maria selbst mit dem Knaben, auch beide wohlgenährt, da fing er gleich wieder an, vor sich hinzumaulen. Es verstand ihn ja niemand ausser dem Jesuskind.

„Immer dasselbe“, sagte er, „bei solchen Bettelleuten! Mit nichts sind sie hergekommen, und schon haben sie eine Fuhre für zwei Paar Ochsen beisammen. Ich bin doch kein Heuwagen“, sagte der Esel, und so sah er auch wirklich aus, als ihn Joseph am Halfter nahm; es waren kaum noch die Hufe zu sehen.

Der Esel wölbte den Rücken, um die Last zurechtzuschieben, und dann wagte er einen Schritt, vorsichtig, weil er dachte, dass der Turm über ihm zusammenbrechen müsse, sobald er einen Fuss voransetze. Aber seltsam, plötzlich fühlte er sich wunderbar leicht auf den Beinen, als ob er selber getragen würde; er tänzelte geradezu über Stock und Stein in der Finsternis.

Nicht lange, und es ärgerte ihn auch das wieder. „Will man mir einen Spott antun?“ brummte er. „Bin ich etwa nicht der einzige Esel in Bethlehem, der vier Gerstensäcke auf einmal tragen kann?“

In seinem Zorn stemmte er plötzlich die Beine in den Sand und ging keinen Schritt mehr von der Stelle.

Wenn er mich auch noch schlägt, dachte der Esel erbittert, dann hat er seinen ganzen Kram im Graben liegen!

Allein Joseph schlug ihn nicht. Er griff unter das Bettzeug und suchte nach den Ohren des Esels, um ihn dazwischen zu kraulen. „Lauf noch ein wenig“, sagte der heilige Joseph sanft, „wir rasten bald!“

Daraufhin seufzte der Esel und setzte sich wieder in Trab. So einer ist nun ein grosser Heiliger, dachte er, und weiss nicht einmal, wie man einen Esel antreibt!

Mittlerweile war es Tag geworden, und die Sonne brannte heiss. Joseph fand ein Gesträuch, das dünn und dornig in der Wüste stand; in seinem dürftigen Schatten wollte er Maria ruhen lassen. Er lud ab und schlug Feuer, um eine Suppe zu kochen; der Esel sah es voll Misstrauen. Er wartete auf sein eigenes Futter, aber nur, damit er es verschmähen konnte. „Eher fresse ich meinen Schwanz“, murmelte er, „als euer staubiges Heu!“

Es gab jedoch gar kein Heu, nicht einmal ein Maul voll Stroh; der heilige Joseph, in seiner Sorge um Weib und Kind, hatte es rein vergessen. Sofort fiel den Esel ein unbändiger Hunger an. Er liess seine Eingeweide so laut knurren, dass Joseph entsetzt um sich blickte, weil er meinte, ein Löwe sässe im Busch.

Inzwischen war auch die Suppe gar geworden, und alle assen davon. Maria ass, und Joseph löffelte den Rest hinterher, und auch das Kind trank an der Brust seiner Mutter; nur der Esel stand da und hatte kein einziges Hälmchen zu kauen, Es wuchs da überhaupt nichts, nur etliche Disteln im Geröll. „Gnädiger Herr!“ sagte der Esel erbost und richtete eine lange Rede an das Jesuskind; eine Eselsrede zwar, aber ausgekocht scharfsinnig und ungemein deutlich in allem, worüber die leidende Kreatur vor Gott zu klagen hat. „I-a!“ schrie er am Schluss, das heisst: „So wahr ich ein Esel bin!“

Das Kind hörte alles aufmerksam an. Als der Esel fertig war, beugte er sich herab und brach einen Distelstängel; den bot es ihm an.

„Gut!“ sagte er, bis ins Innerste beleidigt. „So fresse ich eben eine Distel! Aber in deiner Weisheit wirst du voraussehen, was dann geschieht. Die Stacheln werden mir den Bauch zerstechen, sodass ich sterben muss, und dann seht zu, wie ihr nach Ägypten kommt!“

Wütend biss er in das harte Kraut, und sogleich blieb ihm das Maul offen stehen; denn die Distel schmeckte durchaus nicht, wie er es erwartet hatte, sondern nach süssestem Honigklee, nach würzigstem Gemüse. Niemand kann sich etwas derart Köstliches vorstellen, er wäre denn ein Esel.

Für diesmal vergass der Graue seinen ganzen Groll. Er legte seine langen Ohren andächtig über sich zusammen, was bei einem Esel soviel bedeutet, wie wenn unsereins die Hände faltet.

Karl Heinrich Waggerl (1897-1973), österreichischer Erzähler
genaue Herkunft der Geschichte unbekannt

Der kleine Wind

Ein kleiner Wind pustete um unsere Schule und schaute in das Klassenzimmer der Klasse 3a.wetter00026 150x85 Der kleine Wind

Alle erschraken, als sie die Augen vom Wind sahen.

Da sah der Wind Amy. Der Wind dachte: “Sie ist zwar kein Wind, aber sie ist wunderschön.”

Amy machte das Fenster auf weil ihr zu warm war.
Als Amy das Fenster aufgemacht hatte, flog der Wind hinein. Der Wind guckte nur Amy an.

Da sah der Wind, dass Mehndi zu Amy geht und sehr doll mit ihr lachte. Bei der Familie Wind bedeutet lachen, dass man verliebt ist! Da wurde der Wind so böse, dass er zu einem Orkan wurde und Mehndi mit einem kleinen Hauch raus pustete.

Doch zufälligerweise stand Herr Augustin an dem Punkt, wo Mehndi herunter fiel. Herr Augustin sagte: “Wo kommst du denn her?” Mehndi antwortete: “Ich bin aus dem Klassenfenster rausgepustet worden!” Herr Augustin glaubte es nicht. Doch als alle Schüler der Klasse 3a ihm die ganze Geschichte erzählt hatten, glaubte er ihnen.

Amy erklärte dem Wind, dass Lachen nur Spaß bedeutet.

Ab diesem Tag an waren alle die besten Freunde.

———————————————————————————————————–

Anmerkung: Dafür hat die Autorin eine 1 im Texte verfassen bekommen (3. Klasse) und der Lehrer hat dazu geschrieben: “Eine sehr schöne Geschichte!”

Der Wolf

Ein Mädchen Namens Tina fuhr mit ihren Eltern in den Winterferien in die Alpen.

Dort fand sie, nach einem Schneesturm, ein fast totes Wolfsbaby.
Sie zogen das Baby auf.

Als es schon sehr alt war gingen sie zum Tierarzt und fragten, welches Geschlecht dieser Wolf ist. Der Arzt sagte: „Es ist ein Junge!” Tina freute sich. Sie hatte sich einen Jungen gewünscht. Sie nannte ihn: Niklas.

Doch dann gingen sie spazieren und es kam eine Lawine und Tina wurde verschüttet!
Der Wolf lief so schnell er konnte nach Hause!

wolf im schnee Der Wolf

 

Er jaulte so lange, bis die Eltern verstanden hatten, daß etwas passiert war!


 

Er rannte und rannte, die Eltern folgten ihm bis zu dem Punkt, wo Niklas stehen blieb.
Die Eltern fragten Niklas: „Was ist?”
Niklas buddelte und buddelte.

„Oh Tina!” sagten ihre Eltern.

Alle weinten!

Ihre Tränen erweckten sie wieder!

Seitdem ist alles wieder in Ordnung!

Und vielleicht gibt es sie noch heute!

———————————————————————————

Anmerkung von Rose:
Die Geschichte ist von Lissy (Krümel).
Sie hat sie sich in einer Pause in der Schule ausgedacht und aufgeschrieben.

Natürlich findet Ihr diese Story auch auf unserer Homepage unter den Geschichten.

Erlebnisse Einer Jungen Jägerin (7)

JägerinNeviâthin verbarg ihre aufsteigende Belustigung und legte eine gewisse Ernsthaftigkeit in ihre Stimme, bevor sie improvisierend erwiderte: „Du scheinst eine kluge, junge Frau zu sein, da Du richtig erkannt hast, daß ich eine Jägerin bin, die sich auf dem Weg zum Turnier befindet. Meinen Begleiter werde ich zur rechten Stunde wieder an meiner Seite haben. Da mir diese Gegend unbekannt ist, würde ich gerne Dein freundliches Angebot annehmen und bitte Dich, mir die angepriesene Wasserstelle zu zeigen. Danach werden wir etwas Essbares besorgen, uns zusammen setzen und reden.” Die Fragen zu ihrer eigenen Person ließ sie unbeantwortet, da die Erfahrung ihr gelehrt hatte, daß Zurückhaltung manchmal der bessere Weg war.

Hier klicken um mehr zu lesen »