Total erschöpft steige ich aus der Straßenbahn, die mich bis kurz vor die Haustür gefahren hat.
Leise ertönt ein Summer, der die Tür von innen öffnet.
Aufgeregte, schnelle Kinderschritte sind im Treppenhaus zu hören. Werden schnell lauter. Bis meine süße Tochter vor mir steht, mich mit einem Küsschen – um die ich sonst eher betteln muß – begrüßt und sie mich nach oben zur Wohnung begleitet. Sprudelnd verlassen die Erlebnisse des Tages ihren Mund. Ich habe Mühe, alles zu verstehen und versuche zu erklären, daß sie nach Möglichkeit langsamer reden soll.

Die Wohnungstür wird geöffnet und auch mein Schatz begrüßt mich mit einem freudigen Lächeln und einem innigen Kuss – um den muß ich, zu meinem Glück, auch sonst nicht flehen.

Wundervoller Kaffeeduft lockt mich in die Nähe der Küche, doch ich erfahre, daß ich mich erst ausziehen und hinsetzen soll, bevor ich die Tasse mit dem heißen, schwarzen Gold erhalte. Meine Hände umschließen die Tasse. Ich halte meine Augen geschlossen und genieße diesen Moment der Ruhe.

Wow.” Geht es mir durch den Kopf. “Ich war doch nur auf Arbeit.” Was für ein Empfang!

 

Kann es etwas Schöneres geben?