Es gibt Sonntage oder besser gesagt Wochenenden an denen sollte man gar nicht erst aufstehen.

Auch wenn es diesmal nicht mir, sondern meinem Mitbewohner, passiert ist, muss das jetzt raus. So viel Pech an einem Wochenende, das passt eigentlich auf keine Kuhhaut!

Aber beginnen wir am besten von ganz vorne

 

Am Samstag wollte er eigentlich mit einem Bus, der durch den FoeBuD organisiert wurde und immerhin ca. € 30,– gekostet auf die “Freiheit statt Angst” nach Berlin fahren. Der Bus, bzw. die Fahrt, wurde als Fahrt direkt ab Regensburg angeboten. Einen Tag vor der Abfahrt, also Freitag Abend, bekam er mitgeteilt das der Bus in Führt um ca. 03:00 Uhr morgens abfahren würde.

Aha, ein Bus der ab Regensburg angeboten und auch bezahlt wurde, hat den Zustieg in Führt das ca. 100 Kilometer von Regensburg entfernt liegt und um diese Uhrzeit mit öffentlichen Verkehrsmitteln nicht zu erreichen ist. Wie kommt man darauf nur zwei Busse für ganz Süddeutschland einzusetzen und dann eine Stadt wie Regensburg, die direkt zwischen München und Nürnberg liegt auszulassen?

Sei es wie es mag, der Samstag war auf jeden Fall schon mal gelaufen.
Spannend wird nur noch ob die € 30,– wieder zurück kommen.

Der Sonntag

Nach dem der Samstag dann ohne weiter Vorkommnisse verlief kam der Sonntag.

Ich würde mal behaupten es war am frühen Nachmittag als ich ein fluchen aus dem Zimmer meines Mitbewohners vernahm. Das ist nun erst mal nichts besonderes, wer öfters mit/an der EDV arbeitet weiß bestimmt was ich meine.

Etwas später kam er herüber in mein Zimmer und meinte nur das solche Wochenenden wie diese verboten gehören. Erst das mit dem Demo Bus und nun sei auch noch seine zweite Festplatte über den Jordan gegangen.

Da er, genau wie ich eigentlich recht gut mit Computern kann und wöchentliche, ok beinahe wöchentlich, Backups regelmäßig durchgeführt wurden, war der Verlust der Datenmenge zu verschmerzen. Das bittere an der Sache war allerdings der verlorene Speicherplatz, seine erste Festplatte hat nur eine Kapazität von 20 GB, die zweite hatte wenigstens 60 GB.

Nach dem üblichen mit sich selbst und seinem Schicksal hadern viel mir ein das ich noch zwei Platten mit je 120 GB rumliegen hatte, die ich ihm natürlich anbot. Da wie schon gesagt von der “Daten Platte” regelmäßige Backups gemacht wurden, war die Freude jetzt natürlich groß. So gut wie keine Datenverlust und ein Zuwachs des Speicherplatzes um das doppelte, eine neue Platte ist ja schnell eingebaut.

Zur Sicherheit schnell noch das Image von c: aktualisiert und geprüft, man kann ja nie wissen, und los ging’s.

Wann ihm nun der Gedanke kam das man ja auch gleich beide Platten austauschen könnte weiß ich nicht. Gut ich hatte ihm beide Festplatten angeboten. Also warum auch nicht?

Fluchs die alte 20 GB Festplatte mit ausgebaut die beiden neuen gejumpert und eingesetzt, Rechner wieder zugeschraubt und hochgefahren.

Die CD mit dem Image der alten Platte eingelegt und dem Balken zugesehen wie er gemütlich nach rechts wandert, bis zur Meldung bitte legen sie CD 2 des Images ein.

Hier war nun endgültig Schluss mit der gerade wieder aufkommenden Freude. Man konnte die zweite CD so oft einlegen wie man wollte, mehr als ein höhnisches bitte legen sie CD 2 ein war der Kiste nicht mehr zu entlocken.

Manchmal gibt es solche Tage.